Podcast Folge 8: Anzucht für den Gemüsegarten

Ab März beginnt die Aussaatsaison. In Frühbeeten, im Gewächshaus, unter Folie oder auf der Fensterbank herrscht nun reges Treiben.

Auf der Fensterbank lassen sich mit Minigewächshäusern oder Anpflanztöpfen Tomaten oder auch Paprika vorziehen. Ab Mitte Mai erfolgt dann das Aussetzen in den Gemüsegarten. Durch die lange Vegetationszeit einiger Gemüsesorten ist es sinnvoll, die Pflanzen vorab aus Samen zu ziehen oder im Mai Jungpflanzen zu erwerben.

 

Was kann man anziehen?

Der Sortenvielfalt sind keine Grenzen gesetzt. Wärmebedürftige Pflanzen sollten immer die Ersten sein, die in die Saattöpfchen einziehen. So startet man Anfang März mit Physalis, Chili, Paprika und Co. und kann im April auch noch Melone, Kürbis und Zucchini anziehen. Wir erklären Schritt für Schritt, wie du kräftige eigene Jungpflanzen bekommst.

 

Schritt 1: Das Material & die Aussaat

Du benötigst Anzuchterde oder anderes Anzuchtsubstrat wie z.B. Kokosquelltabletten. Diese enthalten weniger Nährstoffe und die kleinen Pflänzchen entwickeln so stärkere Wurzeln, um Nährstoffe aufzunehmen. Zudem brauchst du Anzuchttöpfchen und eine Sprühflasche, um das Substrat immer schön feucht zu halten. Besonders gut sind Minigewächshäuser, da sie eine Haube haben und so die Luftfeuchtigkeit schön halten. Anzuchttöpfchen gibt es aus den unterschiedlichsten Materialien. Dann erfolgt die Aussaat. Dazu befüllst du deine Anzuchtbehälter mit der Anzuchterde und den Samen. Achte dabei darauf, dass du schon hier versuchst, nicht zu dicht auszusäen.

 

Schritt 2: Das Pikieren

Wenn nach den Keimblättchen das erste Blattpaar zu sehen ist, ist die richtige Zeit gekommen, um die kleinen Pflänzchen zu pikieren und für ausreichend Platz zum Wachsen zu sorgen. Dazu nutzt ihr am besten einen Pikierstab oder einen Schaschlikspieß. Damit geht ihr vorsichtig an der Hauptwurzel entlang und lockert somit die Erde. Mit den Fingern zieht ihr nur ganz leicht an der Pflanze. Am besten ist es, wenn möglichst wenige der Haarwurzeln beschädigt werden, jedoch ist die Hauptwurzel natürlich am wichtigsten. Danach setzt ihr sie mit normaler Pflanzerde in Töpfe ein.

 

Schritt 3: Ab ins Beet

Die Eisheiligen sind vorüber und eure Jungpflanzen schon kräftig? Dann geht es jetzt ab in das Gemüsebeet. Damit eure Pflanzen aber keinen Sonnenbrand bekommen, stellt ihr sie am besten immer mal für ein paar Stunden nach Draußen, um sie daran zu gewöhnen, bevor ihr sie komplett in euren Gemüsegarten einbringt.

Tipp: Beschriftet unbedingt bei der Aussaat eure Töpfchen, da die Jungpflanzen sich sehr ähnlich sehen.

Viel Spaß beim Anzüchten und späterem Ernten.

 

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