Podcast Folge 3: Hochbeete – Erhabene Vorteile

Mit frischem Tatendrang startet man in die Gartensaison und will anbauen oder auch seinen Garten umgestalten. Hochbeete liegen weiterhin voll im Trend und dürfen weder in Zier- noch in Nutzgärten fehlen. Ein Hochbeet ist nicht nur gestalterisch ein echter Hingucker, sondern es bringt viele Vorteile mit sich. Durch die optimale Bodenwärme können Pflanzen im Hochbeet schneller gedeihen. Beim Eigenanbau von Gemüse spricht man sogar von 3-4x so großem Ertrag. Bei kleinen Gärten lohnt es sich besonders auf ein Hochbeet zurückzugreifen, denn es ersetzt durch den schnelleren Reifeprozess mehrere Flachbeete. Zudem ermöglicht das Schichtsystem auch bei schlechten Bodenvoraussetzungen erfolgreich etwas anzubauen.

Zudem ist ein Hochbeet rückenfreundlich und auch bei Kindern sehr beliebt, weil sie alles auf Augenhöhe miterleben können. Ebenso bietet es einen kleinen Schutz vor Schädlingen, wie Wühlmäuse oder Schnecken.

 

Anlegen – Schicht für Schicht zum Glück

Das Frühjahr ist die beste Zeit um Hochbeete anzulegen. Sie sollten zunächst überlegen aus welchem Material ihr Hochbeet sein soll und ob sie es selbst erbauen oder in Ihrem Fachmarkt kaufen wollen. Ein Hochbeet aus Naturstein oder Holz vereint die Natur mit dem Beet, eins aus Metall, Gabionen, Kunststoff oder hochwertigen Palisadensteinen kann als zusätzliches Dekoelement eingesetzt werden. Ein Trend ist auch ein Hochbeet als kleinen Sicht- und Windschutz an Terrassen zu gestalten.

Falls Sie Ihr Hochbeet selbst anlegen, beachten Sie, dass es nicht höher als 80-120 cm sein sollte um rückenschonend arbeiten zu können. Auch eine Breite von circa 120 cm sollten Sie nicht überschreiten, damit Sie noch bequem alle Pflanze erreichen können. Wenn Sie Ihr Hochbeet länger als zwei Meter machen, können Sie zum Rausschaufeln sogar hineinsteigen.

Ist Ihr Hochbeet noch nicht mit einer Folienbeschichtung ausgestattet, sollten Sie es mit Teichfolie auskleiden. Dies verhindert zum einen das Ausdringen der Erde und erhöht auch die Haltbarkeit der verwendeten Materialien.

Die richtige Schichtung ist für ein Hochbeet sehr wichtig, damit eine optimale Nährstoffversorgung und Bodenwärme erreicht werden kann. Unter das Hochbeet sollte zum Schutz vor Wühlmäusen ein Maschendraht ausgebreitet werden. Über dem Drahtgeflecht können Sie noch eine Drainage aus Tonscherben und Kieselsteinen einsetzen. Darüber folgt eine Schicht aus Baum- und Strauchschnitt. Dann sollte eine Schicht von Grünabfällen und Rohkompost kommen. Die letzte Schicht bildet reifer Kompost vermischt mit Blumen- oder Pflanzenerde, je nachdem wie Sie ihr Hochbeet gestalten möchten. Jede Schicht sollte circa 20-30 cm dick sein, bis das Hochbeet komplett gefüllt ist.

 

Hochbeetszenarien gestalten

Eine sinnvolle Nutzung ist der Anbau von Gemüse und Kräutern, da ein Hochbeet eine schnellere Ernte garantiert aber auch mit Blumen bepflanzt kann es zur Gestaltung perfekt inszeniert werden.

 

Das Naschhhochbeet

Das Hochbeet eignet sich im ersten Jahr besonders gut für Starkzehrer, wie Tomaten, Erdbeeren, Gurken, Kohl, die kein Nitrat speichern. Sehr viel Platz benötigen Zucchini, Rhabarber und Kürbisse. Diese können nur in größeren Hochbeeten mit viel Platz angepflanzt werden. Im zweiten Jahr können Pflanzen folgen, die Nitrat speichern, wie z.B. Spinat. Im dritten Jahr setzt man schwachzehrende Pflanzen. Kräuter, Möhren und Rote Beete können dann eingesetzt werden. Danach sollten Sie das Hochbeet neu befüllen, da sich die unteren Schichten dann bereits zersetzt haben. Die Mischkultur im Hochbeet schützt vor Schädlingen und unterstützt das Wachstum, da die unterschiedlichen Sorten verschiedene Nährstoffe nutzen.

 

Die Gewürzburg

Falls Sie ein Kräuterhochbeet planen, sollten die unteren Schichten aus Kompost und Ästen schmaler ausfallen. Die Anordnung erfolgt nach Wuchshöhe. Hochwachsende Kräuter wie Rosmarin, Dill, Liebstöckel und Minze ordnet man hinten oder mittig an, je nachdem ob das Hochbeet freistehend oder an einer Mauer oder Zaun liegt. Davor können halbhohe Kräuter wie Kerbel oder Basilikum ihren Platz finden. Kleine Kräuter wie Kresse, Petersilie und Schnittlauch pflanzt man an den Rand um eine schöne Harmonie zu erzeugen.

 

Das Blütenmeer

Bei einem Hochbeet als Zierelement setzt man am besten Blumen, die viele Nährstoffe benötigen. Starkzehrer wie Chrysanthemen, Geranien, Tulpen und Sonnenblumen fühlen sich im ersten Jahr besonders wohl. Im folgendem Jahr können Mittelzehrer wie Löwenmäulchen, Dahlien oder? Ihr Hochbeet in ein Blütenmeer verzaubern. Im dritten Jahr folgen dann Schwachzehrer wie Azaleen, Begonien, Petunien, Primeln, Stiefmütterchen.

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