Der Ernte sei Dank – Herbstliche Genüsse in der Küche

Der Herbst hält zahlreiche Genüsse für uns bereit. Nicht umsonst wird im Christentum auch das Erntedankfest im Herbst gefeiert.

September – Rote Beete

Die rote Beete ist eine besonders gesunde Rübe. Mit ihren vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten lohnt sich der Anbau im Garten wirklich. Diese oft verpönte Rübe lässt sich hervorragend anbauen und ist sehr anspruchslos. Die Aussaat erfolgt ab Mitte April bis Juni. Am besten wächst sie in gut gelockerter Erde an einem sonnigen Standort. Die Ernte beginnt dann je nach Saatzeitpunkt bereits ab Sommer. Bis zum Frost müssen die Knollen dann aus dem Boden. Die optimale Erntegröße ist bei circa 6 cm Durchmesser erreicht.

Herbstsalat

Zutaten: 100 g Feldsalat, 1 Knolle rohe rote Beete, 100 g rote Weintrauben, Walnüsse, Olivenöl, Balsamicoessig , Salz, Pfeffer

Die rohe rote Beete rundum schälen und grob reiben. Danach die Weintrauben halbieren und den Feldsalat gut waschen.  Die Walnüsse grob hacken.  Alles vermengen und aus dem Balsamicoessig, dem Öl, Salz und Pfeffer eine Vinaigrette darüber geben.

Tipp: Dazu passen auch angeröstete Schinkenwürfel sowie Ziegen- oder Hirtenkäse

Oktober – Mangold

Diese traditionelle Gemüseart ist ein bisschen in Vergessenheit geraten, dabei hat sie sehr gute Ernteergebnisse.  Es gibt die Varianten Blatt-/Schnittmangold  und Stielmangold. Während Blattmangold in der Küche ähnlich wie Spinat zubereitet wird, bereitet man den Stielmangold eher wie Spargel zu.  Aussaat ist von April bis Juni oder man setzt ihn bereits als Jungpflanze. Die Ernte erfolgt dann ab Spätsommer bis in den Herbst hinein. Auch nach den Frösten kann Mangold noch geerntet werden.

Tipp: Immer nur die äußeren Blätter abtrennen, so wächst der Mangold nach.

 

Mangold-Schafskäse Päckchen

Zutaten: 8 große Mangoldblätter, 2 Tomaten, 200 g Schafskäse (Feta)

Den Mangold waschen und die Stiele entfernen. In einem ausreichend großen Topf mit heißem Wasser die Blätter circa 10-20 Sek. blanchieren und im kalten Wasserbad abschrecken. Auf einem Küchentuch abtropfen lassen. Die Tomaten in sehr dünne Scheiben schneiden sowie den Schafskäse in 8 dünne Teile schneiden. Auf jede Fetascheibe zwei Tomatenscheiben schichten und mit einem Mangoldblatt einpacken. Die Päckchen im Olivenöl von beiden Seiten je 3-5 Minuten anbraten und servieren.

November – Kürbiszeit

Kürbisse gehören zu den Fruchtgemüsesorten. Als einjährige Pflanze zählen sie zu den Gemüsesorten, jedoch gehört der Kürbis auch zum Beerenobst. Daher entsteht die Bezeichnung Fruchtgemüse, die auch für Zucchini, Gurken, Melonen etc. gilt. Trotzdem findet man sie meistens  im Gemüsebeet, wo sie bei unseren Temperaturen hervorragend wachsende Pflanzen sind.  Die Kürbispflanze ist relativ robust und einfach zu pflegen. Kürbisse benötigen einen nährstoffreichen Boden, denn sie sind sogenannte Starkzehrer.

Kürbis-Flammkuchen

Für den Teig: 220 g Mehl, 3 EL  Olivenöl, 1 Eigelb, ½ TL Salz, 100 ml warmes Wasser

Für den Belag: ¼ Hokkaidokürbis, 150 g Crème fraîche, 4 Frühlingszwiebeln, Rohschinkenwürfel, Schnittlauch, Salz, Pfeffer

Alle Zutaten für den Teig miteinander verkneten und rund 30 Minuten ruhen lassen. Danach dünn ausrollen. Für den Belag den Kürbis waschen, entkernen und mit einem Sparschäler in dünne Scheiben schneiden. Die Frühlingszwiebeln ebenfalls in dünne Ringe schneiden. Die Crème fraîche auf dem Flammkuchenteig verstreichen, mit Lauchzwiebeln und Kürbisstreifen belegen und mit Salz und Pfeffer würzen. Im vorgeheizten Ofen bei 200 °C circa 10 Minuten backen. Danach die Schinkenwürfel mit dazu geben und weitere 5 Minuten backen. Den noch heißen Flammkuchen dann mit Schnittlauch bestreuen und servieren.