Snack to go – Das saftige Grün läd zum Naschen ein!

Die zugewachsenen Wegränder und saftig grünen Blätter sieht so manches Pferd als willkommenen Imbiss am Wegesrand. Doch nicht alle grünen Leckereien sind ungiftig. Hungrige Pferde schnappen oft nach allen Pflanzen, die sie erreichen können. Auch Pferde die eigentlich gelernt haben, welche Pflanzen besser gemieden werden sollten, werden beim Ausritt oft kopflos und schlingen alles in sich hinein. Deshalb ist es für den Reiter wichtig zu wissen, welche Pflanzen bedenkenlos genascht werden dürfen und welche dem Pferd schaden. Außerdem sollten Sie daran arbeiten, dass das Pferd nicht ohne Erlaubnis vom Reiter frisst. Wenn das Pferd an einem Tag beim Ausritt fressen darf und am nächsten nicht, ist Ihr Verhalten dem Pferd gegenüber unfair. Es ist wichtig, konsequent zu sein und eine klare Position zu vertreten.

An besonders verlockenden Stellen kann es helfen, zügig zu gehen oder das Pferd zu beschäftigen. Fordern Sie beispielsweise etwas Stellung oder Seitengänge. Sorgen Sie dafür, dass keine Zeit für einen Snack zwischendurch bleibt.

Machen Sie es sich zum Ziel, dass Ihr Pferd unter keinen Umständen einen Bissen vom saftigen Grün während des Ausrittes bekommt. Seien Sie aufmerksam und ermahnen Sie das Tier mit der Stimme, wenn es versucht den Kopf zum Fressen zu senken. Folgt auf das Stimmkomando keine Reaktion, zupfen Sie am Zügel oder am Führseil. Sollten Sie einmal zu langsam gewesen sein und Ihr Pferd hat es geschafft, den Kopf zum Fressen zu senken, versuchen Sie den Kopf schnell wieder hochzubekommen und sofort wieder in die Bewegung zu kommen. Seien Sie deutlich, aber nicht grob. Loben Sie das Pferd, sobald es nachgegeben hat. Zu Beginn des Trainings kann es notwendig sein, sehr deutlich zu sein. Versuchen Sie, die Hilfen feiner werden zu lassen. Je schneller Sie reagieren, desto weniger Einwirkungen werden Sie benötigen, um Ihr Pferd vom Fressen abzuhalten.

Hat Ihr Pferd doch mal etwas Giftiges genascht und zeigt Vergiftungssymtome, sollten Sie umgehend den Tierarzt rufen. Wichtig ist, dass Sie einen Teil der gefressenen Giftpflanze einpacken, um diese dem Mediziner zu zeigen.