Gemüseanbau planen

Während die Gartenarbeiten im Winter nahezu ruhen, bleibt genügend Zeit, um sich Gedanken für die nächste Gemüsesaison zu machen. Frisches Gemüse findet in wenigen Schritten seinen Weg in die Küche und versorgt uns mit zahlreichen Vitaminen sowie Mineralstoffen. Darüber hinaus können wir die natürliche Pflanzenentwicklung von der Aussaat bis zur Ernte verfolgen und uns daran erfreuen.

Was ist bei der Auswahl der Gemüsekulturen zu berücksichtigen?
Ein sorgfältig erstellter Anbauplan bietet beste Voraussetzungen für eine reiche Ernte und viel Freude am eigenen Gemüsegarten. Die verschiedenen Gemüsearten unterscheiden sich in ihrer Lebensweise erheblich voneinander. Beispielsweise werden Pflanzen nach ihren Nährstoffansprüchen eingeteilt. Pflanzen mit einem hohen Nährstoffbedarf sind sogenannte “Starkzehrer” (z. B. Kartoffeln, Tomaten, Erdbeeren). “Mittelzehrer” weisen einen mäßigen Nährstoffanspruch auf (z. B. Paprika, Zucchini, Gurke). “Schwachzehrer” kommen mit wenigen Nährstoffen aus (z. B. Kräuter, Bohnen, Erbsen).

Mischkultur
Dabei handelt es sich um den zeitgleichen Anbau von verschiedenen Gemüsekulturen auf demselben Beet. Gute Partner sind etwa Möhren und Zwiebeln, da sie sich durch das Ausscheiden von bestimmten Pflanzenstoffen gegenseitig fördern und jeweils bedeutende Schädlinge des Partners (Möhren und Zwiebelfliege) fern halten. Vermieden werden sollte z.B. der Anbau von Kartoffeln neben Tomaten, da sich beide gegenseitig mit einem pilzlichen Erreger infizieren können.

Fruchtfolge oder Fruchtwechsel
Darunter ist die zeitliche Abfolge von Gemüsekulturen in einem Beet zu verstehen. Durch Fruchtwechsel wird einerseits ein kulturspezifischer Nährstoffentzug
verhindert und andererseits werden wirtsspezifische Krankheitserreger nicht gefördert. Denn zahlreiche Pilzkrankheiten und auch tierische Schaderreger können im Boden überdauern. Bei der Fruchtfolge erfolgt ein jährlicher Wechsel der Pflanzenfamilien.