Weltreise – Durch die Welt im Nutzgarten

Mittel- und Südamerika: Tomaten – Ein Traum für Sommergourmets

Holen Sie sich ganz leicht das Gefühl vom sonnigen Süden in den Garten. Mit mehr als 3000 Sorten ist bei Tomaten für jeden etwas dabei. An Formen und Farben wird in der Tomatenwelt alles geboten. Fleischtomaten in leuchtenden Rot- und Gelbtönen verfeinern Salate und laden zur italienischen Küche mit Calaprese-Salat, Lasagne, Bruschetta und Spaghetti mit frischer Tomatensauce ein. Zum Naschen eignen sich kleine Cocktail-, Kirsch- oder Datteltomaten, die auch leicht auf dem Balkon in Kübeln gedeihen. Ideal eignen sich auch für den Balkon die Sorten ´Shady Lady‘ oder die Hängetomate ´Tumbling Tom Red` oder `Tumbling Tom yellow` für eine dekorative Tomatenampel. Mittlerweile warten die Tomaten aber auch mit Spezialitäten auf, wie die Sorten `Tigerella` mit getigerten Früchten in rot-gold, `Zebrino` mit grünen Streifen oder die Sorte `Sacher` mit einer schönen braun-roten Schale.

Der Trend geht zu Wildtomaten oder auch Buschtomaten. Diese benötigen keine Rankhilfe und lassen sich auch gut in Blumenkübeln anpflanzen.

 

Ägypten: Rettich (Raphanus sativus)

Die Herkunft der Gartenformen ist heutzutage nicht mehr eindeutig festzustellen, jedoch sollen schon die alten Ägypter den Rettich ihn als Nahrungsmittel verwendet haben.

Schon in den ersten Sommermonaten kann dieses leckere Gemüse den Speiseplan bereichern. Sein hoher Gehalt an Vitamin C und andere Mineralien macht ihn zu einem gesunden Sommersnack und idealen Begleiter für Brotzeiten und Salate. Es gibt ihn zudem in zahlreichen Varianten und Farben.

Wie andere Gemüsesorten liebt der Rettich einen sonnigen Standort und eine lockere Bodenbeschaffenheit. Der Pflegeaufwand ist sehr gering, jedoch ist ein feuchter Boden unumgänglich. Von der Aussaat bis zur Ernte benötigt der Rettich nur knapp 10 Wochen. Zum Beispiel kann die Sorte Neptun F1 von Mitte April bis Mitte Juli ausgesät und somit noch im Sommer/Frühherbst geerntet werden.

Wichtig ist bei allen Sommersorten, dass diese nicht zu spät geerntet werden, da sie sonst pelzig und ungenießbar scharf sind.

 

 

Persien: Spinat (Spinacia oleracea)

Ganz genau kann man den Ursprung des Spinats nicht nachvollziehen, jedoch stammt er circa aus der Region Persien, Asien, Iran und wurde durch die Mauren im 8. bis 11. Jahrhundert mit nach Spanien gebracht. Als Gemüse wird ihm durch seinen hohen Eisengehalt eine blutbildende Wirkung nachgesagt. Entweder kann man den Spinat im Sommer ernten oder ihn für eine Ernte ab Mitte Juli bis August anbauen. Sollten Sie zwischen Mai und August aussäen, eignen sich am besten schoßfeste Sorten, da sonst ein zu schneller Blüteaustrieb erfolgt. Für die Aussaat vom Frühjahr bis zum Herbst eignet sich z.B. die Sorte Spinat Lazio, F1.

Dazu sät man den Spinat mit einem Reihenabstand von 25 cm aus. An den Boden stellt Spinat keine besonderen Ansprüche, sofern er regelmäßig feucht gehalten wird. Jedoch gedeiht er am besten aufgrund seiner Wurzeltiefe auf humosen und durchlässigen Böden.

Besonders lecker sind auch im Sommer die jungen Blätter als Blattsalat. Die Sorte Spinat Corvair eignet sich als sogenannter „Baby leaf Salat“. Wenn nur die äußeren Blätter abgeschnitten werden, treibt der Spinat nach einer Düngung oft nochmal aus. Frisch geernteter Spinat ist circa zwei Tage haltbar. Es lohnt sich also, ihn kurz zu blanchieren und abzuschrecken, um ihn danach einzufrieren.

 

Afrika oder Indien:  Gurken – Der perfekte Sommersnack

Im Sommer wird es frisch auf dem Tisch! Die Gurken (Cucumis sativus) im Gemüsebeet sowie Gewächshaus sind reif und schmecken knackig und lecker. Mit ihrem niedrigen Kaloriengehalt eignen sie sich perfekt als Snack zwischendurch oder in einem leckeren Salat. Neben dem hohen Wasseranteil ist das grüne Gemüse auch reich an Vitaminen und Mineralsäuren.

Sie haben noch keine Gurken im Garten? Dann planen Sie einen geeigneten Platz für das kommende Jahr ein! Gurken wachsen gerne an warmen, vollsonnigen und windgeschützten Standorten oder im Gewächshaus. Eine Anzucht aus Samen kann bereits ab Mitte April erfolgen. Nach den Eisheiligen können die Jungpflanzen dann in die Erde. Die Bodentemperatur sollte dann schon über 10 Grad Celsius betragen. Zudem mögen die Gurken humusreiche, lockere und luftdurchlässige Böden.  Pro Quadratmeter können Sie zwei bis drei Pflanzen einsetzen.

Die Schlangengurke wird auch Salatgurke genannt, da man diese vorzugsweise in frischen Sommersalaten wiederfindet. Sie ist schwieriger anzubauen als die Einlegegurken, da sie sehr witterungsempfindlich ist. Von daher gedeiht sie am besten in einem Gewächshaus. Optimal versorgt wird sie durch regelmäßiges Gießen mit vorgewärmtem Wasser aus der Regentonne.

Die Gurke ‚Dominica F1‘ ist sehr ertragsstark, vital und bildet besonders lange Früchte. Die Sorte ‚Sudica F1‘ bildet 30 – 35 cm lange, dunkelgrüne, glatte Früchte.

Bei dem Anbau von Schlangengurken sollten Sie auf Jungpflanzen zurückgreifen und sie nicht direkt aussäen. Sobald die ersten Früchte zu sehen sind, sollten Sie die Pflanzen alle zwei Wochen düngen. Die Erde in den Pflanzkübeln sollte jährlich getauscht werden.