Prächtiges Farbenfeuer – Die Top 5 der Herbstpflanzen

Wenn die letzten Frühjahrs- und Sommerblumen verblüht sind, wird die Sehnsucht nach Farbe im Garten geweckt. An schönen Sonnentagen und im goldenen Oktober erhellt sich bei richtiger Bepflanzung der Garten und lädt zu einem Farbenschauspiel der Extraklasse ein. Prächtige Szenarien aus Herbstblumen kombiniert mit Gräsern bringen leuchtende Farben in den Garten und runden mit den herbstlich gefärbten Blättern den Ausklang der Gartensaison ab.

 

Heide

Mit ihren verschiedenen Farben sind Heidepflanzen stimmungsvolle Herbstgewächse, die sowohl im Beet als auch in Töpfen und Kübeln stilvoll arrangiert werden können. Die Besenheide (Calluna vulgaris) ist eine der beliebtesten Heidepflanzen und blüht bis in den Winter hinein.  Die Heide hat ein breites Farbspektrum, welches sehr gut miteinander harmoniert. Von der Blütenform her unterscheidet man in einfache und gefüllte Blütenform und der Knospenheide.

Die Sorte „Garden Girls“ ist als Knospenblüher besonders frostresistent (bis -10°C) und brilliert in den Farben Weiß, Rosa, Bordeaux oder Violett. Aber auch die Blätter der Besenheide können Farbe ins Spiel bringen. Zum Beispiel leuchtet das Laub bei den Sorten „Beoley Silver“ und „Silver Knight“ in silber. Bei der Heide „Golden Starlet“ kann man sich hingegen an einem Goldgelb und bei „Whiskey“ einem Orange-Bronzeton der Blätter erfreuen.  Eine besondere Farbschönheit ist auch die weinrote Besenheide „Dark Beauty“, die pinke Schönheit „Flamenco“ und die purpurrote Heide „Roter Oktober“.

 

Chrysanthemen

Die Herbst-Chrysanthemen (Dendranthema hybriden) warten mit einer Farbenvielfalt auf, die sonst keine Herbstblume bieten kann. Bis in den November hinein schmücken die Herbst-Chrysanthemen in gelb, orange, rot, rosa und weiß den Garten. Die Sortenvielfalt lässt fast keine Farb- oder Größenwünsche offen. Der Formenreichtum der Blüten reicht von klein bis ballartig groß über ungefüllte bis hin zu dicken Pompons. Kleinere Exemplare eignen sich hervorragend als Topf- oder Kübelpflanze und lassen den Balkon oder die Terrasse im Herbst nochmal zu einem leuchtenden Blumenmeer werden. Zum Teil sind die Sorten auch winterhart, wie z.B. die zartrosa Sorte ‚Nebelrose‘ oder die weinrot blühende Chrysantheme ‚Oury‘.

Fetthenne

Interessant ist auch eine Kombination mit Sukkulenten. Am besten eignet sich die Fetthenne (Sedum) auch Mauerpfeffer genannt. Mit rund 400 Arten ist sie vielseitig einsetzbar. In ihren fleischigen Blättern sammelt die Fetthenne Wasser und überlebt dadurch auch trockenere Perioden. Bis in den Herbst blüht sie farbenprächtig. Die schirmartigen Scheindolden färben sich je nach Sorte silbrig, weiß, rosa oder auch dunkelrot. Für den Präriegarten eignen sich vor allem die höherwüchsigen Sorten der Fetthenne. Zusammen mit den Stauden und auch den Gräsern bildet sie wunderbare Kontraste.

Zu dem Farbenspiel der Bäume und Sträucher passen aber auch Stauden, die ihren Höhepunkt im September/Oktober erreichen. Die Fetthenne ‚Herbstfreude‘ (Sedum telephium) bildet zur goldenen Jahreszeit rostrote Blüten

Herbstaster

Auch diese wunderschöne Herbstpflanze ist in unzähligen Variationen erhältlich. Neben verschiedenen Wuchshöhen von kleinwüchsigen Sorten bis hin zu einem Meter hohen Pflanzen, gibt es auch unterschiedliche Blütengrößen und -farben. Besonders im Herbst verbreiten sie mit ihren farbenfrohen Blüten gute Laune. Bienen, Hummeln und Schmetterlinge freuen sich ebenso über die wunderschöne Pflanze.

Gräser

Zu den verschiedenen Blüten harmonieren im Herbstgarten wunderbar Gräser. Das Moskitogras (Bouteloua gracilis) trägt seinen Namen aufgrund des ungewöhnlichen Blütenstandes. Die waagerecht stehenden Samenschoten erinnern an einen Moskitoschwarm. Diese färben sich im Herbst von schimmernd rot zu strohgelb. Ebenso färbt sich auch das Lampenputzergras (Pennisetum alopecuroides) mit seinen langen Halmen und den fedrigen Ähren gelb. Einen Kontrast dazu kann dann z.B. ein japanisches Blutgras (Imperata cylindrica) bilden, das seine rote Färbung bis in den Herbst hinein noch intensiviert.