Indian Summer @home So holen Sie sich den New-England-Herbst in den Garten Der Herbst ist für viele die stimmungsvollste Jahreszeit imGartenjahr. Wenn sich Blätter in kräftigem Rot, Orange und Gold färben und sanft imWind rascheln, liegt eine besondere Ruhe undWärme in der Luft. Besonders eindrucksvoll zeigt sich dieses Schauspiel in den Wäldern Nordamerikas, dem sogenannten Indian Summer. Doch auch hierzulande lässt sich diese eindrucksvolle Farbpracht mit der richtigen Pflanzenauswahl und Gestaltungsideen nachempfinden. Mit gezielt gesetzten Gehölzen, farblich abgestimmten Stauden und natürlichen Dekorationselementen schaffen Sie eine Atmosphäre, die dem Original erstaunlich nahekommt. Zentral für den Indian-Summer-Effekt ist ein durchdachtes Farbkonzept. Die typischen Töne reichen von leuchtendem Feuerrot über Kupfer- und Goldnuancen bis hin zu dunklem Purpur. Damit diese Farben optimal zur Geltung kommen, empfiehlt es sich, sie gezielt in Gruppen oder als Solitärpflanzung einzusetzen und mit ruhigen, grünen Strukturelementen zu kombinieren. Immergrüne Pflanzen wie Eibe, Buchsbaum oder Kirschlorbeer sorgen beispielsweise für Kontraste, die die Herbstfarben zusätzlich betonen. Für das herbstliche Farbspiel besonders geeignet sind einige Ziergehölze, die sich durch intensive Blattverfärbungen oder auffällige Fruchtstände auszeichnen. Der Amberbaum (Liquidambar styraciflua) ist ein solcher Kandidat. Mit seiner beeindruckenden Farbpalette von leuchtendem Orange bis tiefen Weinrot bringt er Bewegung und Tiefe in den Garten. Als Solitärpflanze entfaltet er seine Wirkung besonders gut, benötigt jedoch ausreichend Platz und einen sonnigen Standort mit durchlässigem, leicht saurem Boden. Auch die Felsenbirne (Amelanchier lamarckii) ist eine Bereicherung für den Ziergarten im Herbst. Sie überzeugt nicht nur mit ihrer Herbstfärbung in Gelb- bis Kupfertönen, sondern auch mit zarter Frühlingsblüte und essbaren Früchten im Sommer. Ihre vielseitige Gestalt, vom Strauch bis zum kleinen Baum, macht sie für nahezu jede Gartengröße geeignet. Ein weiterer Klassiker für herbstliche Farbvielfalt ist der Japanische Ahorn (Acer palmatum). Mit seinen feinen, handförmigen Blättern, die sich im Herbst je nach Sorte in intensives Rot, Gelb oder Orange färben, zählt er zu den beliebtesten Gestaltungselementen im herbstlichen Garten. Er bevorzugt windgeschützte, halbschattige Standorte und gedeiht auch in großen Kübeln, ideal für Terrassen oder kleine Gärten. Zieräpfel (Malus-Sorten) kombinieren dekorative Herbstfärbung mit langlebigen Fruchtständen, die bis in den Winter für Struktur sorgen. Sorten wie ‚Red Sentinel‘ oder ‚Evereste‘ tragen leuchtend rote Früchte, die nicht nur dekorativ wirken, sondern auch Vögeln als Nahrungsquelle dienen. Ergänzt werden können diese Hauptakteure durch farbkräftige Sträucher wie Blasenspiere (Physocarpus opulifolius), deren rotlaubige Sorten bereits im Sommer Struktur geben und im Herbst ein intensives Farbfinale liefern. Auch spätblühende Stauden wie Fetthenne (Sedum), Herbstanemone oder Astern fügen sich mit ihrer späten Blütezeit und ihrer Farbwirkung harmonisch in das Gesamtbild ein. 4 Felsenbirne Amberbaum Gräser Zierapfel Japanische Ahorn Blasenspiere
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