Kiebitz-Journal Herbst 2022

(Cornus mas) Heilende Steinfrucht Im Herbst leuchten viele Früchte von den Bäumen herab, so dass das Wasser im Munde zusammenläuft. Doch Äpfel und Birnen kennt jeder, nicht so bekannt hingegen sind Quitten und Kornelkirschen. Auch diese haben gerade Saison und lassen sich im Herbst als wahren Genuss verspeisen oder verarbeiten. Und falls Sie noch nicht im Besitz einer solch herrlichen Pflanze sind, so können Sie diese im Herbst auch richtig gut pflanzen. Die Kornelkirsche ist weder mit der Süß- noch der Sauerkirsche verwandt, sondern gehört zu den Hartholzgewächsen. In manchen Regionen ist sie auch als Herlitze oder Dirlitze bekannt. Je nach Standort und Klima sind die Früchte ab September erntereif und blitzenmit einem starken Rot zwischen den Ästen hervor. Die rund 2 cm großen Früchte sollten gut ausgereift sein, den die Süße wird erst im Endstadium entwickelt. Den richtigen Erntezeitpunkt erkennen Sie daran, dass der Fruchtsaft leicht austritt, wenn Sie sie drücken. Zudem sollte ihr Aussehen tiefrot und glasig sein. Am besten lassen sich die Kornellen, so heißen die Früchte,mit einem feinmaschigen Netz ernten. Dieses legen Sie unter dem Baum aus und schütteln ihn. Das Ganze können Sie im dreitägigen Rhythmus wiederholen, da die Erntezeit bis zu 6 Wochen andauern kann, bis alle Früchte reif sind. Nach der Ernte können Sie leckere Dinge aus der saftigen Kirsche zaubern. Mit einem Olivenentkerner lassen sie sich gut entkernen und entsaftet gut zu Likör oder Wein verarbeiten. Die Kornellen erhalten wie auch die Quitten viel Pektin und sind somit sehr gut für Marmeladen und Chutneys geeignet. Aber nicht nur die Früchte sind besonders an der Kornelkirsche, sondern auch ihre Blüte. Diese beginnt bereits im März mit kleinen, gelben Trugdolden und ist somit ein erster Farbspritzer nach dem Winter. Deshalb wird sie häufig als Zier- oder Heckenpflanze genutzt. Auch in Hanglagen kann dieser wunderschöne Baum gut gepflanzt werden. Voraussetzung für eine reiche Ernte sind jedoch Standorte in der Sonne oder im Halbschatten. Zudem sollten Sie beachten, dass sie bis zu acht Meter in die Höhe wachsen kann. Ansonsten ist sie sehr robust und benötigt keine besondere Pflege. Zudem machen ihr Hitze und Wind wenig aus. Sie gedeiht eher auf trockenen, kalkreichen Hängen, toleriert aber auch leicht saure, etwas feuchtere Böden. Gepflanzt werden kann die Kornelkirsche im Herbst oder im Frühjahr. Danach ist etwas Geduld gefragt, denn der Strauch wächst in den ersten zwei bis drei Jahren nach dem Pflanzen sehr langsam. Kornelkirsche NutzGarten 7

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