Kiebitz-Journal Herbst 2022

12 WILDtier Winterquartiere im Garten Wenn im Herbst die Nächte kühler werden, wird es im Garten ruhiger. Viele unserer tierischen Gartenbewohner suchen sich ein wärmeres Winterquartier für den Winterschlaf oder fallen in eine Kältestarre. Andere kommen mithilfe eines dicken Winterfells durch die kalte Jahreszeit oder ziehen in wärmere Regionen um. Die Ansprüche der tierischen Gartenbewohner sind dabei sehr unterschiedlich und richten sich nach ihrer Überwinterungsstrategie: Winterschläfer: Igel, Fledermaus, Siebenschläfer und das Murmeltier zählen zu denWinterschläfern. ImHerbst fressen sie sich große Fettreserven an und schlafen denWinter über durch. Dabei verringern sie ihre Atem- und Herzfrequenz und leben von ihren Fettreserven. Werden sie während des Winterschlafs gestört, endet es oftmals durch den hohen Energieverlust für die Tiere tödlich. Winterruher: Eichhörnchen und Waschbären schlafen auch im Winter. Allerdings wachen sie immer wieder auf, um zu fressen. Sie sammeln bereits schon im Herbst einiges an Vorräten, um diese dann in ihren Wachphasen zu verspeisen. Doch auch Vorräte können schnell mal knapp werden. Darum helfen Futterautomaten an Baumstämmen, um wieder schnell an Nachschub zu kommen. Winterstarre: Amphibien wie Kröten und Lurche fallen in eineWinterstarre, sobald die Temperaturen den Gefrierpunk unterschreiten. In dieser Phase sind sie eine leichte Beute für andere Tiere. Laub- und Reisighaufen sowie Erdlöcher helfen Ihnen, sich vor ihren Fressfeinden zu verstecken.

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